Mehr als 5.000 Nachrichten, Hintergrundberichte und Interviews hat die energate-Redaktion mit ihren Standorten in Essen und Berlin im Jahr 2018 für Sie verfasst. Geprägt war das Energiejahr 2018 vor allem vom fortschreitenden Umbau der Unternehmenslandschaft und der weiteren Aufspaltung der großen Energiekonzerne. Politisch tat sich lange nichts, dann kam die Kohlekommission, wollte ihre Arbeit vollenden, durfte aber nicht. Ein Sinnbild für die Energiepolitik und irgendwie auch den Fortschritt der Energiewende im Jahr 2018.

Zu den unternehmerischen Aufregern des Jahres gehörte allem voran die geplante Aufteilung von Innogy durch RWE und Eon. Ein Deal, der RWE zum größten deutschen Stromproduzenten und Eon zum größten regionalen Netzbetreiber macht. Auch die Zukunft des Kraftwerksbetreibers Uniper, der vom finnischen Energiekonzern Fortum übernommen wurde, und der Gashandelsgesellschaft Wingas, die vom Eigentümer Gazprom auf links gedreht wird, waren viel diskutierte Themen. Der Abgang des langjährigen Wingas-Vertriebsgeschäftsführers Ludwig Möhring war eine der meistgelesenen energate-Meldungen im Jahr 2018.

Während einige etablierte Unternehmen um ihre Zukunft bangen, bescherte das Jahr 2018 manch anderem das Aus. Bei Solarworld hatte sich das schon lange angedeutet. Einst einer der weltgrößten Solarmodulhersteller, dessen Höhenflug im Jahr 2008 in einem Übernahmeangebot für den Autobauer Opel gipfelte, stellte Solarworld im September 2018 endgültig die Produktion ein. Der Stern des schillernden Firmengründers Frank Asbeck erlosch damit ebenso. Vorausgegangen war die zweite Insolvenz binnen kurzer Zeit. Dieses Schicksal ereilte im zurückliegenden Jahr auch einige andere Energiefirmen, vor allem Vertriebsgesellschaften wie Eveen, Enversum oder Enerco.

Politisch war 2018 ein weitgehend verlorenes Jahr. Erst zog sich die Regierungsbildung hin. Dann überschatteten etliche Streitereien zwischen und in den Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD die eigentliche Regierungsarbeit. Im Sommer nahm dann zwar die sogenannte Kohlekommission ihre Arbeit auf, abschließen durfte sie diese auf Geheiß von Kanzlerin Angela Merkel, und diese wiederum auf Geheiß mehrerer Ministerpräsidenten, aber nicht. Bundesumweltministerin Svenja Schulze reiste mit leeren Händen zur UN-Klimakonferenz nach Kattowitz und verdeutlichte damit einmal mehr, wie weit sich Deutschland inzwischen von der Rolle des Klimaschutzvorreiters entfernt hat.

Wie verloren das Jahr 2018 energiepolitisch war, zeigt auch der Umstand, dass es Energieminister Peter Altmaier bis zum Jahresende nicht gelang, einen parlamentarischen Staatssekretär zu berufen, der die losen Enden der Energiepolitik zusammenführt. Gehandelt wurden viele Kandidaten, gefragt wurden offenbar einige, nur gewollt hat niemand. Bei dieser Regierung dauert alles etwas länger. Aus dem ursprünglichen 100-Tage-Gesetz, das einzige energiepolitische Gesetzespaket, das die Regierung im Jahr 2018 auf den Weg brachte, wurde am Ende ein 265-Tage-Gesetz und die Branche klagt, dass das Paket trotzdem Vieles offen lässt.

Für unseren Jahresrückblick haben wir aus den mehr als 5.000 energate-Meldungen des Jahres 2018 für Sie nochmals diejenigen herausgefiltert, die unsere Leser am meisten interessierten. Außerdem werfen wir einen Blick auf unsere persönlichen Highlights des Jahres.

Januar

2018 startete wie das Vorjahr endete: mit Spekulationen über die Zukunft der Energiekonzerne. Nach der Übernahme von Uniper durch Fortum, wogegen sich die Düsseldorfer vergeblich wehrten, stand die Frage im Raum: Wie geht's weiter? Ein Interview mit einem Unternehmensberater zur Zukunft von Uniper schaffte es auf Platz 1 der Leserhits im Januar. Außerdem vorne in der Gunst: Die Investorensuche des Speicherherstellers Caterva und der geplante Kohleausstieg der Deutschen Bahn, den DB-Energie-Chef Hans-Jürgen Witschke im Interview mit energate skizzierte.

Unser Highlight:

Uniper bietet Gas-Flatrate für Endkunden

Uniper-Energy-Sales-Chef Gundolf Schweppe kündigte im Januar im Interview mit energate die erste Flatrate für Erdgas an. In der Telekommunikation sind sie längst Standard, im Energiemarkt wirken Flatrates angesichts der Energiesparambitionen aber noch immer befremdlich. Uniper beugt ausufernder Verbräuche vor, indem das Unternehmen Kunden, die einen Verbrauchskorridor einhalten, einen Bonus zahlt. Zudem schränkt das Unternehmen unerwartete Mehrverbräuche ein, indem die Gasflatrate nur Kunden mit einem Jahresverbrauch von maximal 100.000 kWh offensteht.

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Februar

Ein Knaller zur E-world im Februar: Der langjährige Wingas-Vertriebsgeschäftsführer Ludwig Möhring wird Opfer des Durchgriffs von Gazprom beim Kasseler Gashändler. Die Personalie war aber nur ein Baustein eines heftigen Umbruchs bei Wingas und den anderen Gazprom-Gesellschaften. Noch immer ist unklar, wie der russische Gasgigant seine europäischen Aktivitäten neu sortieren will. Die verbliebenen Mitarbeiter in Kassel bangen weiter um ihre Zukunft. Außerdem eine der Top-Meldungen im Februar: Der Abgang von Robert Hienz als Chef von Eon Energie Deutschland.

Unser Highlight:

Chinesen dürfen bei 50 Hertz einsteigen

So vermeldete es zumindest das Bundeskartellamt im Februar. Der oberste Dienstherr der Behörde, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, fügte dieser Nachricht aber ein "nicht" an. Denn ein Einstieg Chinas bei einer kritischen Infrastruktur wie dem Stromübertragungsnetz stieß bei der Bundesregierung auf wenig Gefallen. Die China State Grid Corporation legte für eine 50-Hertz-Beteiligung zwar eine üppige Summe auf den Tisch. Der Bund überzeugte den belgischen Mehrheitseigner aber, von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen. Ein zweites Mal gelang dies nicht. Am Ende gehört heute ein Teil von 50 Hertz der staatlichen KFW-Bank.

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März

Insolvenzen gehören fast schon traditionell zu den begehrtesten Nachrichten bei energate. Im März war das beim Hamburger Strom- und Gasanbieter Enversum der Fall. Überraschend kam dessen Bekanntmachung aber nicht: Schon im Vorjahr hatte dieser seine Kunden schriftlich um Vertragsauflösung gebeten. Die Übernahme der Deutschen Energieversorgung GmbH (DEV) mit deren Marke Senec durch EnBW schaffte es im März genauso unter die Top 3 wie der kurz darauf vollzogene Wechsel von CDU-Politiker Thomas Bareiß ins Bundeswirtschaftsministerium.

Unser Highlight:

Eon und RWE einigen sich über Innogy-Übernahme

Unstreitbar das Highlight des Jahres: Der Umbruch im deutschen Energiemarkt findet seinen vorläufigen Höhepunkt. Nachdem aus Eon und RWE zunächst Eon, Uniper, RWE und Innogy wurden, werden nun aus vieren wieder drei. RWE und Eon teilen sich Innogy auf und damit auch ihre bisherigen Aktivitäten im Energiemarkt. Eon macht in Netze und Vertrieb, RWE in Erzeugung und hat nun auch wieder eine grüne Zukunft. An die denkt zum Jahresende aber kaum jemand. Zu lebendig sind noch die Bilder aus dem Hambacher Forst.

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April

Im April landete wieder eine Insolvenz auf den Top-Platz, diesmal aber deren Ende. Schwedische Investoren übernahmen den bayerischen Batteriespeicherhersteller Caterva und sicherten diesem damit die Zukunft. Wie Zukunft geht, kann sich BMW-Vorstand Klaus Fröhlich künftig als Aufsichtsrat von Eon anschauen. Dieser reagierte auf die Energiewende mit einer zweifachen Aufspaltung - ein Schritt, der den Autobauern womöglich noch bevorsteht. Außerdem: Was im März noch als "Eilreform" galt, zog sich im Koalitionsstreit bis Jahresende hin.

Unser Highlight:

Netzreservebedarf geht zurück

In Deutschland muss Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schon mit Milliarden-Subventionen locken, damit sich die Industrie auf das Abenteuer Batteriezellenfertigung einlässt. In Schweden legte Northvolt hingegen im April den Grundstein für ein Zellwerk. Zwar fließen auch dort Fördergelder, mit etwas mehr als 50 Mio. Euro aber doch in vergleichsweise überschaubarem Umfang. Inzwischen hat Northvolt mit Vattenfall, Siemens und ABB prominente Partner gefunden. Künftig wollen sie in Schweden Batterien für 400.000 Elektroautos pro Jahr produzieren.

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Mai

Die Pläne von RWE und Eon zur Aufspaltung von Innogy waren auch im Mai das Thema. Eon gab bekannt, bei Innogy die volle Kontrolle übernehmen zu wollen. Standorte stehen bei Innogy genauso infrage wie bei Wingas, einer weiteren Top-Meldung im Mai. In Kassel schieden im Jahresverlauf über 170 Mitarbeiter aus, bei Innogy werden es weitaus mehr sein. Eigentlich genug der schlechten Nachrichten, doch zusätzlich wurde bekannt, dass in Niedersachsen die Kartellbehörde gegen Innogy & Co. ermittelt wegen überhöhter Preise in der Grundversorgung.

Unser Highlight:

Daimler stellt Produktion von Heimspeichern ein

Die Fortsetzung des April-Highlights: Während in Schweden der Aufbau einer Batteriezellenfertigung gestartet ist, fährt die deutsche Autoindustrie ihr Engagement im Batteriegeschäft zurück. Die Tochter Mercedes-Benz Energy sah keine Wirtschaftlichkeit mehr für die Produktion von Heimenergiespeichern auf Basis automobiler Batteriesysteme. Künftig will sich das Unternehmen auf die Entwicklung von stationären Großspeichern konzentrieren. Damit setzt sich das Auf und Ab von Daimler am Batteriestandort Kamenz, wo die Stuttgarter auch schonmal Batteriezellen fertigten, fort.

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Juni

Insolvenzen locken unsere Leser scheinbar immer, selbst wenn man die betroffene Firma gar nicht wirklich kennt. Die Energieagenten Versorgungs GmbH verkündete im Juni ihr Scheitern, wovon vor allem Kunden der Marke "Savero Energie" betroffen waren. Zuvor hatten dem Unternehmen bereits mehrere Netzbetreiber den Netzzugang gesperrt. Immer beliebt sind Personalien, Beispiel TWL im Juni. In dem Monat deutete sich auch erstmals der Umbruch im deutschen Windmarkt an. Die Ausschreibungen und ihre Konstruktionsfehler zeigen Wirkung.

Unser Highlight:

Blockchain ist kein Game-Changer

2018 war auch das Jahr der Entmystifizierung der Blockchain. Während die Technologie in den beiden Vorjahren quasi in aller Munde war, ebbte der Hype im zurückliegenden Jahr etwas ab. Der Praxistest steht an und auf dessen Basis reguliert sich die Hysterie wieder herunter. Blockchain steht im Energiemarkt vielmehr für Evolution statt für Revolution, so das Ergebnis einer Analyse der KFW-Ipex-Bank. Vor allem im Handel - im Großen wie im Kleinen - könne die Technologie spürbar die Kosten senken, ohne aber alles auf den Kopf zu stellen, so das Fazit.

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Juli

Wieder ist eine Insolvenz die meistgelesene Meldung, diesmal Eveen, ein durchaus größerer Anbieter. Die Investorensuche läuft, erste Interessenten haben sich offenbar schon gemeldet. Auch BMW tüftelt an der Zukunft und macht seine Fahrzeuge fit für zusätzliche Einnahmen im Strommarkt. Ob es dazu wirklich im großen Stil kommt, bleibt abzuwarten. Einst sollten auch Kühlschränke zur Stabilität im Stromsystem beitragen. Die Idee scheiterte an der Realität. Autobatterien dürften aufgrund ihrer größeren Kapazität da schon interessanter sein.

Unser Highlight:

Entso-E droht Serbien mit Sanktionen

Mit Sicherheit die kurioseste Meldung des Jahres und in der Lesergunst auf Platz 3: Europaweit gingen Digitaluhren nach, weil auf dem Balkan Strom verschwand. Vor allem Radiowecker und Backofenuhren, deren Zeitangabe sich an der Stromfrequenz orientiert, hinkten ihrer Zeit hinterher. Ursache war, dass der kosovarische Netzbetreiber KOSTT Strom aus dem europäischen Netz bezog, diesen wegen eines Streits mit Serbien aber nicht wieder ausglich. So fehlten zwischenzeitlich fast 120 Mio. kWh Strom. Das Problem schien zu Beginn des Sommers behoben, flammte dann aber doch wieder auf, sehr zum Ärger der europäischen Übertragungsnetzbetreiber.

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August

Im vergangenen Jahr gehörte der Start des Stromvertriebs durch die Telekom zu den Top-Meldungen. Ein Jahr später lässt die Telekom wieder aufhorchen, diesmal aber mit dem Aus des Stromvertriebs. Das verkündete das Unternehmen zwar nicht offiziell, das Online-Portal für den Telekom-Strom ist aber seit Monaten außer Funktion. Ein weiteres Highlight im August: Ein Interview mit dem neuen EWE-Chef Stefan Dohler. Eher ein "Lowlight": Windverbandschef Hermann Albers warnt vor einem Absturz der Windindustrie wie ihn die Solarindustrie bereits erlebt hat.

Unser Highlight:

Brandenburg will Privilegierung der Windenergie abschaffen

Die Kohleländer machen mobil gegen den Feind - und den sehen Sie offenbar genauso wie in den Umweltverbänden auch in der Windenergie. Brandenburg startete dazu eine Bundesratsinitiative, die durch eine Änderung im Baugesetzbuch die Privilegierung von Windrädern im Außenbereich abschaffen. Nach Ansicht der Windbranche ist das ein gezielter Angriff auf die entscheidende planungsrechtliche Grundlage für den starken Ausbau der Windenergie in Deutschland. Was aus dem Vorhaben wird, blieb bis zum Jahresende offen.

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September

Lange hatte es sich angekündigt, im September war es dann bittere Realität: Der einstige Star der deutschen Solarunternehmen gehört der Vergangenheit an. Solarworld stellte nach einer erneuten Insolvenz im Frühjahr im September endgültig die Produktion ein. Ein trauriges Ende der Solarmodulproduktion in Deutschland. Immer heißer wird hingegen das Thema Wasserstoff - und der könnte nicht nur aus Power-to-Gas-Anlagen kommen, sondern künftig vielleicht auch durch Pipelines direkt aus Russland.

Unser Highlight:

Thüringen kündigt rechtliche Schritte gegen Suedlink an

Nochmal ein Highlight, das eher den Titel Lowlight verdient: Nicht nur Bayern bringt das Kunststück fertig, im Bundesrat erst für den Ausbau der Übertragungsnetze zu stimmen, um dann in der Tagespolitik dagegen zu wettern. Auch die rot-rot-grüne Landesregierung Thürigens geht diesen Pfad der landespolitischen Posse. Netzausbau ja, aber bitte nicht bei uns, so die Zusammenfassung einer energiepolitischen Verantwortungslosigkeit, die traurigerweise um sich zu greifen scheint. Da helfen auch keine Netzausbaureisen von Bundeswirtschaftsminister Altmaier.

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Oktober

Das Bittere am Nachrichtengeschäft: Es sind vor allem die negativen Nachrichten, die ziehen. Im Oktober galt das für die EWE-Tochter Grünspar. Trotz mehr als 100 Stadtwerkekunden musste der Energiesparshop die Tore schließen. Zu wenig Erfolg, hieß es von EWE. Zu wenig Geduld, konterte Grünspar-Chef Michael Urban im Interview mit energate. Zur Geduldsfrage entwickelte sich auch die Arbeit in der Kohlekommission. 31 Mitglieder und mindestens 31 Meinungen. Der VKU tat seine im Oktober kund und landete damit in der Wählergunst weit vorne.

Unser Highlight:

BSI kündigt Rollout für Ende Januar 2019 an

Wenn der Netzausbau eine Schnecke ist, ist der Smart-Meter-Rollout das Standbild einer Schnecke. Bei der Digitalisierung seiner Energiewirtschaft zieht Deutschland seit Jahren ruckartig die Fühler ein. Nun ist die Ziellinie aller Widerstände zum Trotz scheinbar in Sichtweite. Laut gesetzlichen Vorgaben müssen für den Start drei Geräte zertifiziert sein. Eine Zertifizierung sollte am 20. Dezember erfolgen. Noch zwei weitere und wir werden tatsächlich die unglaubliche Überschrift formulieren: "Der Rollout in Deutschland beginnt."

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November

Noch so eine Geduldsfrage: 100 Tage und noch viele mehr musste die Energiebranche auf den ersten größeren energiepolitischen Beschluss der vierten Merkel-Regierung warten. Die Begeisterung war so groß, dass selbst noch so kleine Verlautbarungen dazu in der Wählergunst sofort nach oben schossen. Die Monatsstatistik für den November ist daher zugegebenermaßen manipuliert, sonst hätte es die geplante Wasserstoffstrategie des Bundes keineswegs unter die Top 3 geschafft.

Unser Highlight:

Greenpeace Energy will Braunkohlesparte von RWE kaufen

Ein Witz? Nein, ernst gemeint. Nachdem Greenpeace Schweden - letztlich erfolglos - schon um den Erwerb der Braunkohlesparte von Vattenfall gebuhlt hatte, machte Greenpeace Energy nun RWE ein unmoralisches Angebot: Für gut 380 Mio. Euro will der Ökostromanbieter die RWE-Kohlesparte inklusive der Tagebaue Hambach, Inden und Garzweiler übernehmen und diese im Anschluss begrünen. Dazu sollen 7 Mrd. Euro an Investitionen fließen, die Greenpeace Energy natürlich nicht selbst stemmen will. Die Antwort von RWE machte aber schnell klar, dass es dazu wohl nicht kommen wird.

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Dezember

Wasserstoff entwickelte sich im Herbst so allmählich zu dem Rennerthema und die Nachricht, dass der niederländische Netzbetreiber Gasunie im Nachbarland Wasserstoff statt Erdgas durch eine seiner Leitungen schickt, war im Dezember die Top-Meldung. Dicht gefolgt vom neuen Zeitplan der Kohlekommission, deren Mitglieder sich ursprünglich zum Jahresende längst schon wieder ihren eigentlichen Aufgaben widmen wollten. Jetzt dürften unter dem ein oder anderen Weihnachtsbaum aber doch noch ein paar Papiere zum Strukturwandel und zum Zeitplan für den Kohleausstieg liegen.

Unser Highlight:

Neue Hürde für LNG-Terminal in Brunsbüttel

Bund und Land signalisieren ihre Unterstützung, Jamaika in Kiel und Schwarz-Rot in Berlin wollen ein LNG-Terminal im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel. Doch der Spielverderber sitzt womöglich in Bonn. Die Bundesnetzagentur verweigert dem rund 50 Mio. Euro teuren Anschluss des Terminalstandorts ans Gasfernleitungsnetz die regulatorische Anerkennung. Die Planer des Terminals müssten die Kosten für die Anschlussleitung damit selbst tragen. In Brunsbüttel, Kiel und Berlin ist man empört. An den niedersächsischen Konkurrenzstandorten Stade und Wilhelmshaven keimt hingegen Hoffnung auf.

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Bildquellen: Team Consult G.P.E. GmbH; Wingas GmbH; Fotolia/Stockfotos-MG; Deutsche Energieversorgung GmbH; Caterva; E.ON SE; Fotolia/jopix.de; energate/Bathke; Deutsche Telekom AG; Solarworld AG; Pixabay; BSW-Solar/Langrock; Hertener Stadtwerke; The Dow Chemical Company
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