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Hannover Messe

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Von Montag, 30. Mai 2022
bis Donnerstag, 2. Juni 2022

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Messe, Hannover

Veranstalter Deutsche Messe AG

Deutsche Messe AG

energate ist Medienpartner dieser Veranstaltung.

Auf der HANNOVER MESSE trifft sich alljährlich die internationale Wasserstoff-Community, um über neue Möglichkeiten und Anwendungen in den Bereichen Industrie und Mobilität zu diskutieren. Mit mehr als 180 Ausstellern ist die „Hydrogen + Fuel Cells“ Europas größte Messeplattform in dem Bereich. Eingebettet ist sie im Ausstellungsbereich Energy Solutions der HANNOVER MESSE. Ausstellungsschwerpunkte sind die Erzeugung, Speicherung und der Transport von Wasserstoff. Darüber hinaus werden stationäre, automotive und mobile Brennstoffzellensysteme und -anwendungen gezeigt sowie Komponenten und Versorgungstechnik, Brennstoffzellen- und Batterietests und stationäre Batterien.
Wenn es um die Energiewende geht, denkt man in erster Linie daran, möglichst viele Prozesse zu elektrifizieren, aber nicht alle Bereiche der Industrie sind dafür geeignet. Als klimaneutrale und damit nachhaltige Alternative bietet sich vor allem grüner Wasserstoff an, denn nur Grüner Wasserstoff ist wirklich klimafreundlich, da er ohne fossile Rohstoffe produziert wird.  Hergestellt wird er durch Elektrolyse von Wasser, wobei für die Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen darf. Grüner Wasserstoff kann in zahlreichen Anwendungen eingesetzt werden und sukzessive die fossilen Brennstoffe ersetzen.  Damit leistet er einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung.
Zu den Vordenkern der Branche zählt Ove Petersen, Mitgründer und CEO von GP Joule. Mit dezentralen grünen Wasserstoffprojekten wie eFarm, die intelligent in die Energieinfrastruktur integriert sind, kann auch mittelfristig die Industrie wettbewerbsfähig mit grünem Wasserstoff versorgt werden. Seiner Meinung nach können wir in Europa genügend erneuerbare Energien erzeugen und müssen somit keinen Wasserstoff importieren. Mit Elektrolyseuren im Energiesystem schafft man die nötige Flexibilität im Stromnetz, die die Erneuerbaren-Erzeugungsanlagen benötigen.
Wasserstoff kommt heute bereits in der Stahlindustrie zum Einsatz. Das Potenzial von Wasserstoff spielt zum Beispiel bei thyssenkrupp eine große Rolle. Zum einen leistet das Unternehmen einen zentralen Beitrag zum Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft und nutzt dazu die eigene Kompetenz im Bereich der alkalischen Wasserelektrolyse und entwickelt klimaneutrale Versorgungskonzepte für industrielle Anwendungen. Zum anderen schafft das Unternehmen die Voraussetzungen für eine klimaneutrale Stahlproduktion.
Wasserstoff eignet sich ebenfalls hervorragend für Mobilitätsanwendungen. Neben der deutlich höheren Effizienz gegenüber Autos und LKWs mit Verbrennungsmotor haben wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Fahrzeuge den Vorteil, über den klimaverträglichen Herstellungspfad auch in deutlichem Umfang zur Minderung der Treibhausgasemissionen beizutragen. DHL Express hat im November 2021 bekannt gegeben, dass sie wasserstoffbetriebene Lkw für den Linienverkehr testen. DHL führt einen Lkw-Pilottest auf der Strecke zwischen Breda in den Niederlanden und Brüssel in Belgien im Rahmen des "H2 Share"-Projekts des Interreg North-West Europe-Programms durch. Ziel des Programms, das von WaterstofNet koordiniert wird, ist es, die Entwicklung von CO2-armen wasserstoffbetriebenen Schwerlastfahrzeugen für die Logistik zu erleichtern. Das Programm schafft eine Grundlage für die Entwicklung der emissionsfreien Schwerlastfahrzeugindustrie.

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