Unter dem Eindruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima hat die Bundesregierung 2011 den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis spätestens 2022 beschlossen. Neben dem Umbau des Energiesystems ist die sichere Entsorgung und Endlagerung der radioaktiven Abfälle eine zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre. Auch in anderen Ländern wird über die Zukunft der Atomkraft diskutiert. So sank der Anteil der Kernenergie am weltweiten Strommix in den vergangenen 20 Jahren von 18 auf zehn Prozent. Auf unserer Themenseite halten wir Sie zur aktuellen Entwicklung auf dem Laufenden.

Aktuellste Meldung

Vorerst bis 2031 wird in Asco weiter Atomstrom erzeugt.
08
Okt
2021

Laufzeitverlängerung in Spanien

Madrid/Tarragona - Die spanische Regierung hat zwei Kernkraftwerken im Nordosten des Landes eine Laufzeitverlängerung gewährt. Die beiden Kraftwerke "Asco 1" und "Asco 2" laufen damit vorerst weiter bis 2030 beziehungsweise 2031...

Zum Hintergrund

  • Berlin - energate feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen als Informationsdienstleister für die Energiebranche. Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, um auf die besonderen Ereignisse im Energiemarkt zurückzublicken. Ein Thema, das die Energiebranche über all die Jahre begleitete, war der Atomausstieg. Christian Seelos blickt zurück...
  • Berlin - Zum zehnten Jahrestag des Reaktorunglücks in Fukushima hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen Zwölf-Punkte-Plan zur Vollendung des deutschen Atomausstiegs vorgelegt. Im Blick hat sie die Uran-Anlagen in Gronau und Lingen...

Alle Meldungen zum Thema

  • Bundesräte warnen vor Investitionen in Atomkraft

    Wien - Der EU-Ausschuss des Bundesrats begrüßte den Startschuss in Brüssel für die Ausgabe von grünen Anleihen zur Finanzierung des EU-Wiederaufbauplans. Die Bundesräte befürworten die strengeren EU-Klimavorgaben, die fälschlich als nachhaltig deklarierte Projekte künftig von der Finanzierung ausschließen werden...
  • Deutschland droht Klage vor EuGH wegen Atommüllentsorgung

    Brüssel - Die EU-Kommission verlangt von Deutschland ein anderes Programm für die Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle...
  • Spotmarkt-Studie prognostiziert Rückgang negativer Strompreise

    Berlin - Das bevorstehende Ende der Atomkraft in Deutschland wird einer neuen Studie zufolge Spuren im Kurzfristhandel an den Strombörsen hinterlassen. Mit dem Marktaustritt der AKW soll es bis 2023 am Spotmarkt deutlich seltener zu negativen Strompreisen kommen als bisher. Langfristig ergibt sich jedoch ein anderes Bild...
  • Gorleben wird endgültig geschlossen

    Berlin - Jahrzehntelang gab es Diskussionen und Proteste um das geplante Endlager für Atommüll im niedersächsischen Gorleben. Nun ist klar: Das Bergwerk wird stillgelegt...
  • Österreich an Krsko-Prüfung beteiligt

    Wien/Ljubljana - Slowenien wird Österreich bei der Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Krsko mit einbeziehen...
  • Schweiz erwägt Bau des ersten Gaskraftwerks

    Bern - Wegen Sorgen um die künftige Versorgungssicherheit befasst sich die Schweiz mit dem Bau eines Gaskraftwerks. Das wäre ein Novum im Nachbarland, das seinen Strombedarf bislang nahezu komplett aus Wasserkraft, Kernenergie und Stromimporten deckt...
  • Wettbuhlen um polnische Kernkraft

    Warschau - Im Werben um lukrative Aufträge aus Polen zum Bau neuer Kernkraftwerke ist ein enges Wettrennen entstanden. Insbesondere US-amerikanische Anlagenbauer und der französische Energiekonzern EDF haben sich in Position gebracht...
  • Genehmigung für zweiten Reaktor in Krsko stößt auf Kritik

    Wien - Einen Tag nachdem das slowenische Infrastrukturministerium dem zweiten Reaktorblock im Atomkraftwerk Krsko eine Energiegenehmigung erteilt hat, stößt dies auf Kritik heimischer Politiker…
  • Im Kampf gegen Klimawandel will die EU auch auf Kernenergie setzen

    Brüssel - Die EU-Kommission wird noch vor Jahresende Kernenergie in die EU-Klimataxonomie aufnehmen und dazu eine delegierte Verordnung erlassen...