Der lange erwartete Startschuss für den verpflichtenden Smart-Meter-Rollout ist am 31. Januar 2020 gefallen: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die dazu notwendige positive Markterklärung veröffentlicht. Damit die grundzuständigen Messstellenbetreiber verpflichtet, innerhalb von drei Jahren zehn Prozent der Pflichteinbauten abzuarbeiten. Betroffen vom Pflichteinbau der Smart-Meter-Gateways sind Stromverbraucher mit mindestens 6.000 kWh/Jahr und Einspeiser ab 7 kW Leistung. Mit dem Rollout geht die Energiebranche einen bedeutenden Schritt in Richtung Digitalisierung. Tatsächlich eröffnen die Gateways eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die weit über das Vermitteln des Energieverbrauchs hinausgehen.



Bereits im Jahr 2016 wurde mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende die Smart-Meter-Pflicht eingeführt. Vor dem Rollout mussten allerdings mindestens drei Geräte von unterschiedlichen Herstellern einen Zertifizierungsprozess beim BSI erfolgreich durchlaufen. Inzwischen haben vier Hersteller eines der begehrten Zertifikate erhalten: PPC, Sagemcom Dr. Neuhaus, EMH Metering und zuletzt Theben. Aktuell befinden sich weitere Gateways verschiedener Hersteller im Zertifizierungsprozess.

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